Grube Teutschenthal erläutert neue vorliegende Messergebnisse vor dem Wirtschaftsausschuss in Magdeburg

Pressemitteilung 02. November 2018 | Grube Teutschenthal erläutert neue vorliegende Messergebnisse vor dem Wirtschaftsausschuss in Magdeburg

Messergebnisse liegen deutlich unter den gesundheitsbasierten Grenzwerten

Seit Beginn der Geruchssituation in Angersdorf setzt die Grube Teutschenthal (GTS) in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB) Schritte zur Aufklärung und Lösung der Geruchssituation um. So wurde eine Vielzahl von Messungen und Untersuchungen zur Ursachenfindung in Auftrag gegeben, um Entscheidungen für das weitere Vorgehen treffen zu können. Die Ergebnisse der Messungen und Untersuchungen liegen nun vor. Das von der GTS beauftrage Messunternehmen Müller-BBM führte Messungen untertage durch und überprüfte die Abluftqualität am Austrittsschacht in Angersdorf.

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die gemessenen Werte untertage und am Austrittsschacht in Angersdorf unter den hierfür maßgeblichen Grenzwerten liegen und daher ein langfristiger Gesundheitsschutz für die Bevölkerung gewährleistet ist. Die akute Gesundheitsgefährdung konnte bereits früher ausgeschlossen werden. Untertage, wo die Gerüche am intensivsten sind, liegen die gemessenen Werte sogar um den Faktor 100 bis 1.000 unterhalb der gesundheitsbasierten Grenzwerte. Um austretende Gerüche zu definieren, wurde zudem die Abluftqualität am Schacht in Angersdorf geprüft. Die Ergebnisse geben an, dass zwar ein unangenehmer Geruch austritt, dabei aber keinesfalls von einer ekelerregenden Geruchsbelästigung zu sprechen ist. Für das abschließende Ergebnis der Geruchswahrnehmungsuntersuchung werden weitere Rastergeruchsbegehungen durchgeführt um nachvollziehen zu können, welche Geruchskonzentration vom Austrittsschacht tatsächlich in der Nachbarschaft ankommt. Zusätzlich werden die Ergebnisse vom Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt geprüft.

„Mit den aktuell vorliegenden Messergebnissen kann ausgeschlossen werden, dass die derzeitige Geruchssituation in Angersdorf durch einen geänderten Betrieb, den Einsatz anderer Abfallstoffe und erst recht nicht durch Betriebsstörungen oder gar Störfälle in unserer Anlage hervorgerufen wurde“, erläutert Hans-Dieter Schmid, Geschäftsführer der GTS. „Es gibt daher momentan aus Sicht des Unternehmens und auf faktenbezogener Grundlage keinen Anlass, die Versatztätigkeit zu ändern oder gar stillzulegen. Die GTS leistet seinen verantwortlichen Beitrag, um die Geruchsimmissionen soweit erforderlich und möglich zu vermeiden.“

So hat die GTS, neben den umgesetzten Maßnahmen, beim LAGB und beim Gesundheitsamt des Landkreises Saalekreis initiiert, eine weitere Expertin der medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität zur Beurteilung des Gesundheitsschutzes einzubinden. Zudem wurden in Abstimmung mit dem LAGB weitere Geruchsminderungsmaßnahmen geprüft und erforderliche Genehmigungen bereits eingereicht. So ist beispielsweise eine Geruchseliminierungsanlage vorgesehen, die bereits im Laufe des Novembers in den Testbetrieb geht. Daneben unterliegt die GTS einem umfassenden und zu jedem Zeitpunkt strikt umgesetzten Überwachungsprogramm durch die zuständige Behörde LAGB.

Dass der GTS eine offene und ehrliche Kommunikation gegenüber der Bevölkerung und der Politik wichtig ist, zeigte sich nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch bei der gestrigen Wirtschaftsausschusssitzung. Hans-Dieter Schmidt und ein Gesellschafter des Unternehmens folgten der Einladung des Ausschusses nach Magdeburg und berichteten umfassend und konstruktiv über die GTS, die vorliegenden Messergebnisse sowie den aktuellen Sachverhalt in Teutschenthal und Angersdorf.
Zudem initiiert das Unternehmen ab November 2018 den „moderierten runden Tisch – ein Gremium aus unterschiedlichen örtlichen Interessenvertretern. Die erste Gesprächsrunde trifft sich bereits am 14. November 2018. Danach soll ein regelmäßiger und direkter Austausch zwischen den Gesprächspartnern stattfinden. Dabei wird das Gremium des „moderierten runden Tisches“ die GTS künftig begleiten und sie mit ihren Erfahrungen und Meinungen beraten.

VOILA_REP_ID=C12574E3:003FB48D